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Leider wieder mal viel zu spät berichte ich von einem Ereignis, das schon vor zwei Wochen stattgefunden hat: eine Show von UWCCR-Schülern vorbereitet im hiesigen Einkaufszentrum. Es wurde hauptsächlich musiziert und getanzt, aber auch ein paar Sketche wurden aufgeführt.

Mit der Show wollten wir auf das Erdbeben in Haiti aufmerksam machen . Diejenigen, die nicht in der Show beteiligt waren sind mit sehr vielen Sammelboxen herumgelaufen und haben Spenden gesammelt. Diese Show war weit erfolgreicher als erhofft, sodass UWCCR eine gute Spende zum SOS-Kinderdorf Haiti machen konnte. Wir haben uns entschieden für das SOS-Kinderdorf zu spenden, da, wie manche vielleicht wissen UWCCR noch vor einigen Jahren ein SOS-College war (mehr dazu hier) und wir  daher genau wissen wofür das Geld eingesetzt wird.

Climbing CAS!

Neues Semester – neue CASes (mehr über das CAS-Programm hier und hier.). Nur zehn Schüler haben pro Semester die Möglichkeit demumrungenen Climbing-CAS beizutreten. Nach dem ich während des ersten Semsters dem Schulfußballteam beigetreten bin, kann ich jetzt einmal in der Woche im nahegelgenen Kanyon zu klettern. Trotzdem kann ich an den Wochenende noch bei den Fußballspielen mitspielen.

Special Olympics


Wie im letzten Jahr werde ich auch dieses Semster weitermachen mit dem CAS   “Special Olympics”. Der Sinn dieses Programmes liegt darin, mit Behinderten aus der Region in erster Linie Sport zu machen. Eigentlich ist aber für die meisten unserer Athleten schon die reine Zuneigung viel wert.

Wir sind etwa 20 Schüler, die in zwei Gruppen, montags und freitags mit 5-8 Behinderten für etwa anderthalb Stunden Sport machen. Das ist ein schöner Herauskommen aus dem Schulalltag und rückt die Dinge manchmal wieder in Relation, wenn man sich gerade wieder stresst, wegen beispielsweise eines Vokabeltests. Wenn man dann sieht, mit welchen existenziellen Problemen unzählige andere auf der Welt zu kämpfen haben, bemerkt man, auf welch hohem Niveau man sich manchmal beklagt.

Gestern habe ich neue Bilder von der ersten Januarwoche hochgeladen. Es sind Bilder aus Santa Ana, der Stadt in dem sich das College befindet, Impressionen vom UWCCR Campus und meinem Zimmer. Wie immer hier zu finden.

Jedes Mal wenn ich feststelle, dass wir uns im Januar befinden, kann ich es kaum glauben -> es fühlt sich hier wie Hochsommer an. Nun ja, klagen kann ich darüber nicht :) .

Bis bald!

Erdbeben in Haiti

Ich hatte im letzten Beitrag noch die Leichtigkeit erwähnt, die uns alle hier umgibt, bzw. umgeben hat, dadurch, dass wir noch nicht in Arbeit ersticken und  somit sehr viel Zeit miteinander verbringen können. Leider wird diese Leichtigkeit jedoch von der Ungewissheit überschattet, die einige unser Mitschüler umgibt. Hier am United World College Costa Rica sind vier Schüler aus Haiti, dort wo sich vor einigen Tagen das schlimmste Erdbeben seit Jahrhunderten ereignet hat. Bisher hat nur ein Mädchen Sicherheit, dass es ihrer Familie gut geht, während die anderen drei noch immer sehnlich auf eine Nachricht warten, da Ihre Familien teils direkt beim Epizentrum (Ort auf der Erdoberfläche über dem Hypozentrum/Erdbebenherd) wohnen.

Wir alle hier sind sehr bewegt von dieser Ungewissheit und berechtigten Angst. Für nächstes Wochenende haben wir spontan eine große Spendenaktion im hiesigen (reichen)-Einkaufszentrum angesetzt um Spenden zu sammeln. Auch aus Deutschland kann man gut spenden, und ich möchte alle aufrufen das zu tun. Haiti war schon vor dem Erdbeben das ärmste Land der Region und braucht die Hilfe im Moment sicherlich dringender als vieles andere.

http://www.brot-fuer-die-welt.de/weltweit-aktiv/index_6504_DEU_HTML.php –>letzter Absatz

Hoffen wir das Beste und tuen wir was wir können.

Bilder von http://www.dailymail.co.uk/news/worldnews/article-1243201/Haiti-earthquake-pictures-The-unimaginable-horror-torn-country-apart.html

und http://images.mirror.co.uk/upl/m4/jan2010/3/9/map-of-an-earthquake-that-hit-haiti-pic-afp-624430909.jpg

Estimados Todos,

Espero que esten bien.
Por favor encuentren adjuntos la fecha para las reuniones de Semana de
Proyectos de hoy.
Serán a las 2 de la tarde.

Saludos

Diese E-Mail zeigt zwei UWCCR-typische Dinge auf.

1) [Estudiantes-11] – [Estudiantes-10] – eMails

2) Projekt Woche im Februar

Zu den e-Mails gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, aber sie spielen doch eine große Rolle im hiesigen Alltag. Oder zumindest im persönlichen online Posteingang…. Es gibt [Estudiantes-11] – [Estudiantes-10] – eMail  für alles was man sich vorstellen kann. Von der in der Wäsche verlorenen grünen Socke bis zum vermissten Laptop. Von kleinen CAS-Meetings bis zu den wichtig(st)en Treffen. Von Protest-eMails gegen getötete Wale bis hin zum Aktionsaufruf für Kopenhagen 2009. Einfach alles. Wichtig und unwichtig.

Während ich in den ersten drei Monaten ungefähr 10 solcher eMails pro Tag bekommen habe, waren sie über die Ferien plötzlich und ganz unvorbereitet verschwunden… Ich fühlte mich schon fast ungemocht, weil mein Postfach im vergleich viel weniger eMails täglich aufnehmen durfte…

Nun, da ich wieder da bin, und heute fast 20 [Estudiantes-11] [Estudiantes-10]-eMails bekommen habe, wusste ich: Ich bin zurück. Und trotzdem diese eMails (besonders die unnötigen) sehr nerven gehören sie irgendwie dazu. Und ohne den [Estudiantes-11] [Estudiantes-10] – eMail Verteiler wäre UWCCR nicht so wie es ist.

Nun zur Projektwoche: Jedesjahr finded im UWCCR eine Projektwoche im Februar statt. Dieses Jahr finden Projekte in Panama, Costa RIca, Nicaragua, El Salvador. Ich habe schon vor den Weihnachtsferien ein Projekt in Panama initiiert, was nun auch statt findet. Wir werden in einem einheimischen Dorf leben und mit ihnen arbeiten. Was genau wir machen werden, ist noch nicht klar, aber dort vertraue ich der mittelamerikanischen Einstellung: “es wird schon sehr gut werden”.

Heute war das erste Treffen mit der Gruppe und den begleitenden Lehrern, wo wir besprochen haben, was wir wissen. Wie genau es dann aber gelaufen ist, werde ich im Nachhinein ausfühlrich berichten.

Jetzt muss ich erstmal meinen Hausaufgabenberg abtragen und danach gilt es neue CAS-Activities zu wählen. But this is also to be continued later :) .

Trotz der Sorge wohlmöglich von Schnee bedeckt in Hamburg nicht starten zu können, ist nach doppelter Sicherheitskontrolle am Samstag, 9 Januar, doch noch alles gut gegangen. Der Schneefront kam zum Glück  erst etwas später in Hamburg an – als ich schon in der Luft war.

Nach etwa 24h Reisezeit + nahezu endloses warten am Flughafen auf weitere Ankommende, wurden wir dann alle mit dem Schulbus abgeholt. Da hat sich vieles so angefühlt wie im August. Zufälligerweise waren auch jetzt wieder einige in dem Bus wie damals, sodass wir uns gemeinsam an das Gefühl des Ungewissen damals erinnern konnten, während wir jetzt schon wussten was uns erwarten würde.

Der Sonntag war dann ganz entspannt. Ich habe gut ausgeschlafen und erst einmal die Wärme der Sonne hier genossen. Insgesamt war die Atmosphäre sehr entspannt. Viele sind zum Sonntagsmarkt gegangen (Fotos) und haben nach den vier Wochen im kalten Europa wieder Mittelamerika mit all seinen Vorzügen genossen.

Doch diese Phase der Entspanntheit nimmt nun leider auch wieder ab. Seit Montag ist die Schule schon wieder voll im Gange und langsam fangen sich die Aufgaben wieder an zu mehren.

Eine Woche nach der Konferenz gab es eine ein weiteres Projekt mit dem Programm „Cononciendo Costa Rica“. Ein relativ große Gruppe von Schülern ist zur einzigen ökologischen Kaffeeplantage Costa Ricas gefahren. Diese Plantage ist gleichzeitig ein Luxus-Hotel und soziale Einrichtung für den Ort, wo es sich befindet.

Wir haben Kaffeebohnen geerntet, den vollständigen Verarbeitungsprozess verfolgt und Kaffee verkostet.

Außerdem haben wir einen Nachmittag in einem großen Kindergarten der lokalen Gemeinde verbracht, was sehr viel Spaß gemacht hat.

Bilder hierzu auch bald (wenn das Internet mal wieder besser werden sollte) auf: www.jonathanjeutner.shutterfly.com

Es gibt allerdings schon ein kleines Video mit Bildern, das hier gefunden werden kann, und wahrscheinlich einen besseren Eindruck gibt, als ausschließlich Bilder von Shutterfly.

Also, sehenswert: http://www.youtube.com/watch?v=qYhWgVfoEMc

Es scheint irgendwie zu einer schlechten Gewohnheit geworden zu sein, dass ich über Ereignisse immer erst (viel zu) weit im Nachhinein berichte.

Dementsprechend ist die Konferenz „Religions for Peace“ schon fast einen Monat her. Die NGO „Religions for Peace“ wurde 1970 von internationalen religiösen Leitern gegründet mit dem Ziel die verschiedenen Religionen zu vereinen und gemeinsam für eine friedliche Welt zu arbeiten. „Religions for Peace“ bringt hunderte von wichtigen Verantwortlichen zusammen um die Ereignisse der Zeit zu diskutieren, wie Klimawandel, Armut, Abrüstung und vieles mehr.

Vom 07.11 bis zum 09.11.09 fand die „International Disarmament Conference“ statt – hier in San José. Vier weitere Mitschüler und ich hatten tatsächlich die Möglichkeit, an der Konferenz am Tag der Eröffnung mit sehr, sehr großer Ausnahme teilzunehmen, obwohl die Bewerbungsfrist eigentlich schon lange abgelaufen war.

Die Konferenz, die schon im Vorhinein internationale Unterstützung hatte, von zum Beispiel der UN, hatte einen weltweiten Aktions-Plan zum Ziel, wie man nukleare Abrüstung erreichen kann.

Der erste Tag begann damit, das der Präsident Costa Ricas, Oscar Ariaz die Konferenz eröffnet hat, und als erster der weltweiten Unterschriftenaktion seine Unterschrift gegeben hat. Die folgenden drei Tage waren voll mit Reden/Vorträgen, Diskussionen, Workshops und natürlich sehr gutem Essen :-) .

Während dieser Konferenz wurde dann schließlich die Campange „Arms Down!“ gestartet, die weltweit Regierungen zur Abrüstung bewegen wird. Es ist das Ziel von „Arms Down!“ innerhalb des nächsten Jahres 50 Millionen Unterschriften weltweit zu sammeln für die Folgende Forderung:

„I, the undersigned, ask all governments to make an official pledge to cut their military budgets
by 10% and to re-allocate those funds toward development and environmental sustainability.“

Dieses Event war von großer Bedeutung für alle Teilnehmer. Viele sind ausschließlich für die Konferenz aus aller Welt gekommen, und sind nach den drei Tagen zurück geflogen. Für uns war es also eine große Ehre dabei sein zu dürfen und wir haben nun den Plan, zumindest in unserem College eine Abrüstungsdiskussion zu starten und wenn möglich auch in den anderen Colleges Bewusstsein zu bilden.

Es war ein tolles Gefühl, an etwas mit globaler Auswirkung zu arbeiten. Besonders in den Regionaltreffen mit den anderen Europäern, um den Plan speziell für Europa anzupassen, hatten wir die Möglichkeit aktiv mit zu machen

Nun bleibt zu hoffen, dass zumindest die meisten der Ziele, die gesetzt wurden, erfüllt werden können. Ein Vertreter der Organisation „Mayors for Peace“ („Bürgermeister für Frieden“) hat gesagt „Mit der Vorstellung – dem Traum sind wir schon die Hälfte des Weges gegangen“.

Hier gibt es mehr Infos zu „Religions for Peace“: http://www.religionsforpeace.org

Hier gibt es mehr Infos zur „Arms Down!“-Kampagne: http://www.armsdown.org/

Hier gibt es das Online-Formular für die Unterschriftensammlung: http://www.armsdown.org/signature/index.php

(Mehr) Bilder gibt es bald hier: http://jonathanjeutner.shutterfly.com/502

Neue Bilder online!

Liebe Leute,

das W-Lan und ich haben es nun endlich gemeinsam geschafft, die ganzen Bilder vom “Hermosa Beach”, vom “1st-Year camp” und aus “Puerto Viejo” hochzuladen. Besonders die Bilder von den beiden Straenden kann ich sehr empfehlen.
Viel Spass!

Liebe Gruesse!

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